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Wie viel Futter braucht mein Hund?
Die kurze Antwort: Füttern Sie nach dem Kalorienbedarf Ihres Hundes, nicht nach der Schaufel. Bei einem typischen erwachsenen Hund sind das grob 2–3 % des Körpergewichts an Trockenfutter pro Tag — der genaue Weg dauert aber nur etwa zehn Sekunden Rechnen.
Die Schnellversion
Die Tagesration jedes Hundes hängt an zwei Zahlen: wie viele Kalorien er braucht und wie viele Kalorien im Futter stecken. Das eine durch das andere geteilt ergibt die Portion. Ein typischer kastrierter erwachsener Hund braucht etwa 95–110 kcal pro kg bei kleineren Hunden, mit zunehmender Größe weniger pro kg — genau deshalb schlägt eine Formel jede pauschale „Cups pro Tag"-Tabelle.
So sieht es für ein gängiges Trockenfutter (~370 kcal/100 g) bei einem typischen kastrierten erwachsenen Hund aus:
| Gewicht des Hundes | Ca. Kalorien/Tag | Trockenfutter/Tag |
|---|---|---|
| 5 kg | ~375 kcal | ~100 g |
| 10 kg | ~630 kcal | ~170 g |
| 20 kg | ~1.060 kcal | ~285 g |
| 30 kg | ~1.440 kcal | ~390 g |
| 40 kg | ~1.780 kcal | ~480 g |
Das sind Startwerte für einen durchschnittlichen Hund. Die Kaloriendichte Ihres Futters und die Aktivität Ihres Hundes verschieben sie, manchmal deutlich — genau das übernimmt der Rechner.
Warum auf dem Sack etwas anderes steht
Aufgedruckte Fütterungstabellen sind Durchschnittswerte für eine große Bandbreite von Hunden, und Hersteller neigen zur großzügigen Seite. Das ist einer der Gründe, warum schätzungsweise jeder dritte Hund Übergewicht trägt. Eine Zahl, die aus Gewicht und Lebensphase Ihres konkreten Hundes berechnet wurde, liegt meist näher dran. Wenn Sack und Rechnung sich widersprechen, starten Sie dazwischen und lassen Sie den Körper Ihres Hundes den Rest sagen.
Lesen Sie den Körper, nicht nur die Waage
Die zuverlässigste Rückmeldung ist die Körperkondition. Bei einem idealgewichtigen Hund lassen sich die Rippen unter einer dünnen Fettschicht leicht ertasten, ohne fest zu drücken, und von oben ist hinter den Rippen eine Taille sichtbar. Füttern Sie die berechnete Portion zwei bis vier Wochen konsequent, dann neu bewerten und in Schritten von etwa 10 % nach oben oder unten anpassen.
Mahlzeiten, Leckerlis und die 10-%-Regel
Teilen Sie die Tagesmenge in zwei Mahlzeiten für Erwachsene, drei bis vier für Welpen. Und denken Sie daran: Leckerlis sind Futter. Halten Sie sie bei etwa 10 % der Tageskalorien, damit sie die Portionierung nicht leise untergraben. Bei einem 1.000-kcal-Hund ist das ein Budget von 100 kcal — ein paar kleine Kekse, keine Handvoll.
Ein letzter praktischer Tipp, der die meisten Fälle von „mein Hund nimmt trotz sorgfältiger Fütterung zu" löst: Wiegen Sie Portionen mit der Küchenwaage statt mit einem Messbecher. Messbecher schenken bemerkenswert konstant 10–20 % zu viel ein.
Häufige Fragen
Wie viel Futter braucht ein 10-kg-Hund?
Rund 630 kcal pro Tag für einen typischen kastrierten Erwachsenen — etwa 170 g eines Trockenfutters mit 370 kcal/100 g, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten zu je ~85 g. Aktive Hunde brauchen mehr, ruhige oder abnehmende Hunde weniger.
Warum empfiehlt der Sack mehr als der Rechner?
Sack-Tabellen sind großzügig angesetzte Populationsdurchschnitte. Eine Berechnung aus Gewicht und Lebensphase Ihres Hundes ist meist genauer. Weichen beide ab, starten Sie dazwischen und passen Sie über einige Wochen nach Körperkondition an.
Einmal oder zweimal täglich?
Zweimal täglich passt für die meisten erwachsenen Hunde und hält die Energie stabiler als eine große Mahlzeit. Welpen brauchen drei bis vier kleinere Mahlzeiten. Verteilen Sie die Tagesmenge gleichmäßig auf die gewählte Anzahl.